INSOLVENZ + RESTSCHULDBEFREIUNG 2010

142.083 eröffnete Insolvenzverfahren über Vermögen natürlicher Personen in 2010 dürften mit der entsprechenden Zahl von Anträgen auf Erteilung der Restschuldbefreiung verbunden sein.

Eröffnete Insolvenzverfahren über Vermögen von natürlichen Personen führen bei ordnungsgemäen Verlauf zur Restschuldbefreiung nach 6 Jahren.

Prognose: 142.083 erteilte Restschuldbefreiungen in 2016?

Die spannende Frage ist: wie viele Restschuldbefreiungen werden 2016 tatsächlich erteilt.

Gründe für den “Schwund” können – neben dem Tod des Insolvenzschuldners – lediglich die vorzeitige Beendigung durch vollständige Tilgung (oder Wegfall der Gläubiger) sein und – weit gewichtiger – die Versagung der Restschuldbefreiung auf Antrag eines Insolvenzgläubigers.

Eröffnete Verfahren: Zahlen 2009 und 2008

In 2009 lag die entsprechende Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren über Vermögen natürlicher Personen bei 135.611 und in 2008 bei 131.190.

Noch immer dürfte der Zuwachs die steigende Popularität des Verfahrens und weniger die gesamtwirtschaftliche Entwicklung widerspiegeln. In 2011 könnte erstmals der Scheitelpunkt erreicht sein und die Zahl der “Altschuldner” (betroffene Schuldner, die sich für “das neue Verfahren” erst “nach Jahren” trotz faktischer Zahlungsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes entschlieäen) könnte dauerhaft sinken.

Natürlich: der Begriff der Restschuldbefreiung genieät längst nicht das Verständnis und die “Normalität”, wie sie zum Beispiel “die Scheidung” im Familienrecht erlangt hat.

Details/Anmerkungen

142 083 eröffnete Insolvenzverfahren gleichzusetzen mit 142 083 Anträgen auf Erteilung der Restschuldbefreiung ist eine Vereinfachung. Allerdings:
Der “vergessene Antrag” auf Erteilung der Restschuldbefreiung ist praktisch nur noch schwer möglich, spricht doch die gerichtliche Hinweispflicht und die “Vorprüfung” im Rahmen der Frage der Verfahrenskostenstundung dagegen. Die Zahl der Fremdanträge, die zur Eröffnung führen ohne das der Schuldner seinen Eigenantrag nachgeholt hat, dürfte ebenso gering sein, da ohne Verfahrenskostenstundungsantrag die meisten Verfahren gar nicht zur Eröffnung gelangen. Die Zahl der Anträge auf Restschuldbefreiung dürfte im Ergebnis also tatsächlich nur knapp unter der Zahl eröffneter Insolvenzverfahren liegen.

Sämtliche Insolvenzdaten sind den Angaben des Statistischen Bundesamt in Wiesbaden oder dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg entnommen. Die Schätzung der Zahl der Anträge auf Restschuldbefreiung beruht auf kanzleiseitigen Erfahrungswerten.

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Versagungsgrund

für die Erteilung der Restschuldbefreiung: schnell wird der Grat schmal.
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